Patienteninfos

Hier finden Sie häufig gestellte Fragen zu Zahnspangen und kieferorthopädischen Behandlungen und die Antworten darauf:

Richtiges Alter

Wann soll ich mit meinem Kind zum ersten Mal zu einer kieferorthopädischen Untersuchung?
Der Verband der Österreichischen Kieferorthopäden, kurz VÖK genannt, empfiehlt einen Erstbesuch zwischen dem 4+5 Lebensjahr! Eine Frühbehandlung sollte durchgeführt werden, wenn abzusehen ist, dass aufgrund einer Zahn und/oder Kieferfehlstellung die harmonische Weiterentwicklung des Gebisses nicht gewährleistet ist. Z.B.: offener Biss (Schnuller, Daumenlutschen) seitliche + frontale Kreuzbisse, Platzhalter bei frühzeitigem Milchzahnverlust.

Kann man für eine Zahnspange zu alt sein?
Nein! Es gibt kein Alterslimit!

Behandlungsablauf 

  • Erstuntersuchung - Beratung
  • 3 Termine für Diagnostik bestehend aus:
    1. Termin: Abdruck, Fotos, Röntgen, Mundhygiene
    2. Termin: Modelle werden einartikuliert (Feststellung der momentanen Bisslage), Mundhygiene
    3. Termin: Behandlungsbesprechung (genaue Kostenaufstellung - Heilkostenplan. Sie entscheiden, ob Sie sich oder Ihr Kind behandeln lassen wollen.)
  • Nächstfolgender Termin:
    Einsetzen der Spange, bzw. Einsetzen der Brackets

Können die Eltern mit ins Behandlungszimmer gehen?
Die Anwesenheit eines Elternteils ist möglich und bis zu einem bestimmten Alter des Kindes sogar sehr sinnvoll. Persönliche Gespräche mit Eltern und Kindern sind wichtiger Bestandteil unserer Therapie und unabdingbar für ein optimales Behandlungsergebnis.

Was soll ich machen, wenn etwas an meiner Zahnspange bricht?
Bitte rufen Sie in der Praxis an und vereinbaren Sie einen Termin mit uns und teilen Sie uns bitte mit, was geschehen ist. Zur Überbrückung können Sie, um z.B. Reibungen zu verhindern ein Stück Wachs verwenden, das entsprechende Produkt ist in unserer Praxis erhältlich.

Wie lange dauert eine kieferorthopädische Behandlung einer festsitzenden Spange?
Die durchschnittliche Dauer beträgt ca. 1,5 - 2 Jahre.

Stabilität der Zähne nach der Behandlung

Wie wird die Stabilität der Zähne nach Beendigung der Behandlung gesichert?
Durch regelmäßiges Tragen einer Nachtspange wird die Rezidivgefahr möglichst minimiert. Manchmal ist auch die Verblockung von Zähnen im Frontbereich durch einen dünnen Draht (geklebter Retainer) notwendig.

Einschränkungen durch die Zahnspange

Bin ich mit Brackets sprachlich oder beim Essen eingeschränkt?
Nach ein bis zwei Wochen ist keine sprachliche Beeinträchtigung mehr hörbar, da man sich an die Zahnspange gewöhnt hat. Prinzipiell besteht beim Essen keine Beeinträchtigung. Vorsicht ist allerdings mit härteren Lebensmitteln wie z.B. Äpfeln oder Karotten geboten. Nüsse knacken oder intensiv auf z.B. einem Bleistift kauen sollte selbstverständlich unterlassen werden, aber auch das Kauen von Karamellbonbons oder Kaugummi kann zu Beschädigungen der Zahnspange führen, da sich diese leicht verheddern können.

Kann ich mit einer Spange Sport treiben?
Mit einer Zahnspange kann man problemlos jede Art von Sport betreiben. Grundsätzlich sollte mit oder ohne Spange bei allen Kontaktsportarten ein Mundschutz getragen werden. Wir beraten Sie hier auch gerne ganz individuell und bieten Ihnen einen entsprechenden Mundschutz auch in unserer Praxis an. 

Ist eine kieferorthopädische Behandlung schmerzhaft?
Das Einsetzen einer Zahnspange ist nicht schmerzhaft. Aber in den ersten 2-3 Tagen kann es zu Schmerzen kommen. Bei empfindlichen Zähnen kann es beim Essen ziehen!

Können die Zähne durch die Spange geschädigt werden?
Obwohl die Brackets mit einem Kleber befestigt werden, tragen die Zähne keinen Schaden davon. Allerdings ist eine gründlichere Mundhygiene nötig, da sich leicht Beläge in den Zwischenräumen der Zahnspange absetzen können. Dadurch kann es zu Entkalkungen, einer Vorstufe von Karies, kommen. Diese Schwächung des Zahnschmelzes durch vermehrten Abbau von Mineralien, zeigt sich durch bleibende weiße Flecken.

Zusätzliche Behandlungen neben der Kieferorthopädischen

 

Ist ein regelmäßiger Zahnarztbesuch (konservierend) notwendig?
Ja! Trotz regelmäßiger Kontrolle unsererseits ist ein halbjährlicher Zahnarztbesuch notwendig. Die Kariesvorsorge bleibt auch während der Regulierungsbehandlung in Händen Ihres Zahnarztes.

Logopädie und kieferorthopädische Behandlung?
Die Zahnstellung kann durch Fehlfunktionen wie falsche Schluckmuster, Mundatmung oder Lippensaugen beeinflusst werden, welche durch eine logopädische Therapie behandelt werden können. In solchen Fällen gewährleistet nur die Kombination aus kieferorthopädischen Behandlungen und Logopädie ein erfolgreiches Behandlungsergebnis.

Warum müssen manchmal im Rahmen der kieferorthopädischen Behandlung Zähne entfernt werden?
Aufgrund von Platzmangel kann es zu Zahnengständen kommen, wodurch Schmutznischen entstehen können, welche das Risiko für Karies und Parodontitis erhöhen. In solchen Fällen kann durch Entfernung von Zähnen der nötige Platz für entsprechende Korrekturen geschaffen werden. Auch aufgrund von Bisslagenanomalien kann dies nötig sein, um die Verzahnung zwischen Ober- und Unterkiefer zu korrigieren.

Finanzierung

 

Was kostet eine Regulierung?
Die ungefähren Behandlungskosten können wir Ihnen beim Erstgespräch (Beratung) angeben. Ein definierter Kostenvoranschlag (Heilkostenplan) wird erst nach genauer Analyse der Fehlstellung und Erstellung eines Behandlungsplanes ausgearbeitet.

Bekommt man einen Zuschuss von der gesetzlichen Krankenkasse?
Bei der festsitzenden Behandlung (Brackets) übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen Anteil. Dieser kann nach vorausgegangener Bewilligung, welche wir für Sie erledigen, mit der Honorarnote bei der Krankenkasse eingereicht werden. Der selbst aufzubringende Kostenanteil kann je nach Einkommenssituation beim Lohnsteuerausgleich oder der Einkommenssteuer Berücksichtigung finden.